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Lasst uns über den Wald sprechen

18. März 2026

In der vergangenen Sitzung des CDU-Bezirksvorstands haben wir intensiv über das Thema Wald gesprochen. Bei allen Bemühungen um Klimaschutz und CO₂-Reduzierung dürfen wir das Naheliegende und oft Selbstverständliche nicht aus dem Blick verlieren: den Zustand unseres Waldes.

Durch die klimatischen Veränderungen ist er einem permanenten Stress ausgesetzt. Heiße Sommer mit langen Dürreperioden wechseln sich mit Wintern ab, in denen Frost und stärkere Schneefälle zunehmen. Die Sturmereignisse der letzten Jahre haben deutlich gemacht, dass reine Nadelwälder nicht die Antwort sein können. Gleichzeitig hat der Befall durch Schädlinge wie den Borkenkäfer gezeigt, dass auch Laubbestände verwundbar sind. Es kommt daher auf eine gute Mischung der Baumarten an – und auf die notwendige Zeit und Freiheit, damit Waldbauern und Waldbesitzer experimentieren und anpassen können.

Wichtig ist die Botschaft, dass wir den Wald nicht sich selbst überlassen dürfen. Die Vorstellung, unsere Wälder würden von allein zu einer Art „Urwald“, wird den vielfältigen Herausforderungen nicht gerecht. Pflege, Entnahme und Nachpflanzungen sind wichtig, um stabile, klimaresiliente Wälder zu entwickeln. Zugleich ist Holz nach wie vor ein unterschätzter, nachhaltiger Roh- und Baustoff – auch mit Blick auf klimafreundliches Bauen.

Wir Ostwestfalen-Lipper haben eine besonders enge Bindung zu unseren Wäldern. Sie sind nicht nur grüne Lunge, sondern auch ein wichtiger Teil unserer regionalen Identität. Wir bleiben an diesem Thema dran.

Vielen Dank für den guten Austausch und die einordnenden Worte von Christian Haase in seiner Funktion als Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats sowie von Jörg Düning-Gast als Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe, der unter anderem große Waldflächen und Forstbetriebe verantwortet.