Noch vor dem offiziellen Start im Juni hatte ich kürzlich im Neuland Campus in Rheda-Wiedenbrück die Gelegeheit mir ein eigenes Bild zu machen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Handwerk und regionale Wirtschaft hier aus eigener Kraft – ohne Fördermittel – eine Plattform für Innovation und Zusammenarbeit aufbauen.
Im Gespräch mit Vertretern der Kreishandwerkerschaft ging es aber nicht nur um den Campus selbst, sondern auch um die aktuelle Lage im Handwerk. Deutlich wurde, wie stark Betriebe unter Preissteigerungen, Lieferproblemen und wachsender Unsicherheit leiden. Gleichzeitig wurden politische Rahmenbedingungen kritisch diskutiert – mit einem klaren Appell: Verlässlichkeit schaffen und Bürokratie abbauen.
Ein konkretes Thema war die Umsetzung der europäischen Entgelttransparenzrichtlinie. Die Kreishandwerkerschaft hatte sich hierzu bereits vorab positioniert. Die Erwartung ist eindeutig: Transparenz ja – aber ohne neue bürokratische Belastungen für die Betriebe.
Mit dem Neuland Campus stellten die Beteiligten zugleich einen praxisnahen Lösungsansatz vor. Als Ort für Weiterbildung, Vernetzung und konkrete Anwendungen – etwa im Bereich Künstliche Intelligenz – soll er Handwerksbetriebe und Mittelstand dabei unterstützen, den Wandel aktiv zu gestalten.